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 PS 12/2015 (Honda CBR 300, Ninja 300, KTM RC390, Yamaha...) 
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Ninja 250R?: ja
Beitrag PS 12/2015 (Honda CBR 300, Ninja 300, KTM RC390, Yamaha...)
In PS 12/2015 gibt es einen Vergleich der aktuellen 300er Bikes auf den Seiten 44-53. Der Titel: "Kleine Krieger, große Schlachten".

An den Start auf dem Hockenheim-Ring gehen:

Honda CBR 300
Kawasaki Ninja 300 :daumen++:
KTM RC 390 (150 mm hinten)
Yamaha YFZ-R3

Alle fahren auf Pirelli Diablo Rosso II, offenbar einem Reifen, der erst bei relativ hohen Temperaturen so richtig in Schwung kommt, aber sonst eher unauffällig und für keine negativen Auswirkungen aufs Fahrverhalten bekannt ist. Gleichzeitig scheinen auch noch alle Tester gleichmäßig hoch motiviert zu sein. Also mal eine ganz andere Voraussetzung für einen Bericht - verglichen mit dem in der Motorrad News.

Gekauft hatte ich mir dieses Heft, weil ich den letzten Bericht über ihren genialen und völlig sinnfreien Test "Wer schafft es am schnellsten über Autobahnen von Passau nach Flensburg?!", den ich im Supermarkt gelesen habe (...), auch eine Yamaha YFZ-R3 am Start hatten. Im Bericht stand gemäß freier Erinnerung: Wenn man erstmal gelernt hat, mit so einem schwachbrüstigen Bike ordentlich Speed zu machen, dann wird man auch gar keine Probleme haben, später eine 600er ebenso umher zu jagen. Man könnte natürlich auch sagen: Es führt zumindest mittelfristig zu absolut hirnfreier Raserei mit dann fast 90 PS mehr. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen und es ist für mich immer wieder Enspannung pur, wieder Baby-Ninja zu fahren. Aber nun zurück zum Vergleich.

Der Bericht ist aus meiner Sicht wirklich gelungen, auch wenn ich jetzt mal den Hockenheim-Ring inklusive Parabolika als etwas überdimensioniert für eine kleine Ninja einschätzen würde. Jeder Tester fährt im Test nacheinander jedes Bike und wie nicht anders zu erwarten, wird es auf jedem Turn ein harter Kampf, wo es nicht darum geht, der erste zu sein, sondern dies vor allem mit entsprechendem Trickreichtum zu erreichen, obwohl es gelegentlich objektiv gesehen doch eher aussichtslos sein mag. Die Gesamtschnelligkeit (Rundenzeit) spielt damit keine Rolle. Es kommt nur auf den "Moment des Sieges" an und die Siegeschancen sind natürlich pro Kurve zu sehen - ganz wie im echten Leben, wo einen auf der Geraden sowieso alle anderen abhängen.

Es ist klar, dass eine CBR mit 31 PS deutlich härter kämpfen muss als eine KTM mit 46 PS. Es ist auch klar, dass eine Ninja oder die Yamaha nur mit gnadenlosen Drehzahlen wirklich vorbeiziehen können. Und das machte wohl auch das Fahren für die Tester interessant. Obwohl man sagen könnte "Sind ja alles nur 300er!", wird im Bericht doch deutlich, welchen Charakter jedes Bike offenbar hat und was das Fahren auszeichnet. Gleichzeitig wird mit umfassenden technischen Daten / Messungen und einer Bewertungstabelle für diverse Eigenschaften mit maximal erreichbarer Punktzahl von 10 auch dieser eher "objektive" Bereich nicht ausgelassen, sondern sehr umfassend dargestellt. Natürlich gibt es auch ein Vergleichsdiagramm zur Motorleistung. Dabei bringt es die Ninja 300 bei 10000/min auf 27 Nm Drehmoment. Eine Ninja 250R liegt bei 8200/min hingegen bei nur 21 Nm. Eine Suzi GSX-R 600 neueren Baujahres bringt es auf ca. 67-68 Nm bei 11100-11400/min. Verglichen mit vielen "Straßenbikes" ist auch das als reiner Wert immer noch recht moderat und in der Tat habe ich es mittlerweile geschafft, dabei trotzdem noch Vollgas zu halten. Es klappt aber wirklich nur, wenn auf der Spur neben mir noch so ein Verrückter ist. Bei ihm war allerdings bei 205 oder 210 km/h Schluss. Soviel zum Thema Tourenbiker fahren entspannt durchs Weserbergland :mrgreen:

Was die Ninja angeht, so ist sie natürlich die Hübscheste auf den zahlreichen informativen Fotos. Und das obwohl es diesmal wieder keine Grüne ist!

Die Yamaha wurde zwar sehr gut abgelichtet, aber auf mich wirkt ihre Standard-Farbkombi leider etwas schmuddelig. Die blauen Felgen lassen mich immer an eine MT auf der Messe in Dortmund denken. Die hatte eine so gnadenlos schlechte designtechnische Verarbeitung. Ich würde so etwas niemals kaufen, weil ich mich gleich dransetzen müsste, um die vielen Plastiknähte zu entfernen, um dann das ganze Bike zum Lackieren zu bringen. Meine Freundin hatte vor, sich vielleicht eine Yamaha zu kaufen und ich fing an durchzurechnen, was das Ersetzen der Blinker, des Kennzeichenhalters, der Felgen... alles zusätzlich kosten würde. Das hat sich wohl bei mir irgendwie festgesetzt. Vom Fahrverhalten ist die Yamaha am nächsten an der Ninja und wäre genau mein Ding! - Nunja. Ich habe immer noch keine life gesehen oder ich habe ein Problem damit, 300er von 125ern zu unterscheiden. 125er sind hier sehr häufig unterwegs.

Die KTM wirkt immer perfekt gestylt, obwohl KTM-Bikes leider diese für mich fürchterlich billig wirkenden Aufkleber haben. Denk ich an die RC, denk ich an den kleinen Tank. Wenn ich mir vorstelle, auf einer normalen Sonntagstour gleich dreimal tanken zu müssen?!

Hondas kommen mir immer rustikal und unauffällig vor, strotzen aber - wenn sie leibhaftig vor einem stehen - mit perfektem Lack und sauber gearbeiteten Verkleidungsteilen. Das ist dann wieder eine Überlegung wert. Die Höchstgeschwindigkeit von nur 145 km/h liegt noch deutlich unter der der Ninja 250R. Mit der würde ich mich dann wirklich nicht mehr auf eine Autobahn wagen.

In einem Punkt schnitten alle vier jedoch gleichermaßen schlecht ab: die Federung. Alles was die Federung nicht schafft, muss der Reifen mit Grip ausgleichen. Das haben sie echt gut im Artikel beschrieben. - Wer etwas in sein Bike investieren möchte, sollte vielleicht nicht voreilig in einem weit verbreiteten Reflex zum dröhnenden Auspuff greifen, sondern statt dessen zu besseren und an das eigene Gewicht angepasste Federelemente. Da hat man dann selber womöglich mehr davon. Sieht aber keiner und bringt auch nur dann etwas, wenn das Bike kein reines "Fahren-lernen" Bike sein soll, sondern eher als längerfristige Anschaffung gedacht ist. Ist nämlich echt teuer, wenn man den Umbau nicht selbst erledigen kann.

Die Tester von PS waren übrigens der Ansicht, dass von den vier Bikes alle außer der Ninja dem Fahrer ermöglichen, ad hoc eine "gute Angriffsposition" einzunehmen. Anders herum gesehen kann man da wohl sagen: die Ninja integriert ihren Fahrer so, dass er sich nicht mehr großartig bewegen muss. Sie kommt auch so ganz passabel um die Ecken ;-) Ich glaube, da ist es auch berechtigt, dass die Yamaha dann das Rennen macht, wenn es ums reine Fahren auf dem Hockenheim-Ring geht. In der freien Wildbahn jedenfalls freue ich mich immer wieder, entspannt durch Wohngebiete zu tuckern ohne durch meine notgeduckte Haltung aufzufallen oder an der Autobahn mal wieder das Schild für den Behindertenparkplatz vorm Lokus zu übersehen...

Aus meiner Sicht ist das ein sehr guter Bericht, wenn jemand grundsätzlich in Erwägung zieht, einen kleinen Sportler zu kaufen und einfach noch nicht weiß, welcher es werden soll.

Die Ninja ist weiterhin für mich die beste Wahl. Die Anti-Hopping-Kupplung, die das Stempeln des Hinterrades verhindert und die phantastische Reichweite sind für mich die "objektiven" Gründe. Und wie wir alle wissen: Die schönsten Krieger - das sind Ninjas ohnehin :)

Folgende User haben sich bedankt:

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Zu meiner Zwergen-Ninja

Zum blau-weißen Donnerhobel


14.11.2015, 19:45
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